Spielbericht 2. Mannschaft 1. Runde der BMM 2026/ 27

Knapp verpasst ...
Nach dem souveränen Aufstieg im Vorjahr sind wir in der Stadtliga Außenseiter und Abstiegskandidat.
Motiviert und gut vorbereitet fuhren wir nach Tegel. Verbunden mit der leisen Hoffnung die favorisierten Gastgeber überraschen zu können ...
An den vorderen Brettern entwickelte sich ein zähes Ringen.
Fabian bekam von seinem Gegner ein Remisangebot, daß er angesichts des arg reduziertem Material annahm. ½ : ½
Mittlerweile hatte Moritz eine gedrückte Stellung. Wolfgang hatte sich als Anziehender solide aufgebaut und mit frühem Tg1 gezeigt aktiv werden zu wollen. einen Bauern mehr und in einer hochtaktischen Stellung Potential für mehr auf dem Brett.
Stellung Süß vs. Ollhoff
Wolfgang entschied sich in der Position auf d5 zu schlagen. Nach dem Tausch der Springer auf d5 sammelte er mittels Dc6 den Bauern auf d5 ein. Ein Mehrbauer in einer hochtaktischen Stellung.
Felix machte mittlerweile gehörig Druck. Der übliche Plan mit Schwarz abzusichern und mit Weiß nach vorne zu spielen lief bisher gut.
Nach gut zwei Stunden bekam Jeffrey in einer ausgeglichenen Stellung ebenfalls ein Remisgebot. Nach Rücksprache und Blick auf die anderen Bretter entschied er sich für die Annahme. 1 : 1
Ich hatte als Nachziehender gegen meinen jungen Gegner mit meinem „Tarrasch-System“ Ausgleich erreicht. Sein Trainer erzählte mir später, daß sie sich auf mich vorbereitet hatten.
Entsprechend solide stand er auch. Nach 20 Zügen bot ich ihm Remis. Dies lehnte er nach Rücksprache zunächst ab. Nach wenigen Zügen entstand ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern in der er dann selbst den Friedensschluß anbot. 1 ½ : 1 ½
Die Position von Moritz wurde nun immer kritischer. Ohne eigenes Gegenspiel brach irgendwann die Stellung zusammen. 1 ½ : 2 ½
Felix hatte zwischenzeitlich eine Qualität gegeben. Nach einigen Verwicklungen gelang es ihm seine Freibauern nach vorne zu bewegen. Sein Gegner musste einen Turm geben. Der Rest war Technik. Eine schöne Leistung! 2 ½ : 2 ½
An den hinteren Brettern wurde gerungen.
Wolfgang – Vorbildlicher Kampfgeist unseres Seniors!
Bernd bekam ein Remisgebot in optisch ansprechender Stellung. Im Sinne des Teams entschied er sich weiterzuspielen. Irgendwann war das Potential raus. 3 : 3
Wolfgang hatte seinen Mehrbauern konsolidiert. Doch der Gegner machte weiter Druck. Leider unterlief unserem Mann in Zeitnot ein Fauxpas. Ein Übersehen kostete eine Figur und damit leider auch die Partie. 3 : 4
Wir standen kurz vor der Niederlage. Paul am Spitzenbrett hatte es in seinen Händen das Blatt zu wenden.
Eine schwere Aufgabe gegen einen IM. Paul hatte in einem taktischen Geplänkel leichten Vorteil erreichen können.
Sein Gegner bot ihm nun ein Remis an. Angesichts des Spielstandes und seines greifbaren Vorteils lehnte Paul das Angebot des IM ab.
Lange Zeit waren die beiden allein im Spielraum und rangen um den Ausgang des Wettkampfes. Hier zeigte sich dann der Vorteil der Erfahrung. Ulf gelang es Gegenspiel aufzubauen. Dieser reichte irgendwann aus um das Remis für sein Team zu sichern. 3 ½ : 4 ½
Schade. Hier war mehr drin, wie uns die Analyse später zeigte. Selbst der ML von KöTe hatte zwischendurch eher Vorteile auf unserer Seite gesehen. Doch am Ende steht die Niederlage zu Buche.
Auch wenn wir Zählbares knapp verpasst haben setzten wir uns zusammen und ließen den ersten Spieltag noch mal nachwirken.
Zur Vollständigkeit hier ein Blick auf die Vorhersage des Orakels:
Mit der kämpferischen Einstellung und der Moral der Truppe bin ich guter Hoffnung, daß wir eine Chance haben das „Ligaorakel“ einmal mehr Lügen strafen zu können.