Spielbericht 1. Mannschaft 6. Runde der BMM 2025/ 26

In der sechsten Runde der BMM hatten wir mit König Tegel 2 einen der Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt an den Brettern ...
Da zwei unserer Stammspieler immer noch ausfallen - durften erneut zwei unserer Nachwuchsspieler aushelfen. So waren wir nominell eher Außenseiter ...
Vor der Runde standen wir mit zwei MP -punktgleich mit den beiden Letzten-auf dem achten Platz. Nur Dank des etwas besseren „Torverhältnisses. Tegel rangierte mit einem MP vor uns in Reichweite.
Spannung war angesagt. Entsprechend vorbereitet und hochmotiviert ging es in den Wettkampf. Viel der Spieler kennen sich schon lange - so war der Respekt spürbar.
Lange passierte nicht viel. Vorsichtiges Abtasten.
Jens-Uwe hatte wenig aus dem Anzugsvorteil herausholen können. So verwunderte es nicht, daß beide irgendwann in eine Zugwiederholung kamen und sich friedlich einigten. ½ : ½
Julian konnte seiner Vorbereitung folgen und stand aus der Eröffnung heraus leicht besser. Sein Gegner verpasste zwischendurch die Gelegenheit durch Abtausch sich Entlastung zu verpassen.
FM Breier : Nöldner – nach 17. ... e6-e5
An dieser Stelle zog Weiß den Läufer nach h3 und überließ unserem Mann die Diagonale. Eine Einladung, die Julian gerne annahm. Nur wenige Züge später drang er in die weiße Königsstellung ein und konnte uns in Führung bringen. 1 ½ : ½
Eine schöne Partie unseres Spitzenspielers, der langsam wieder die Form des Vorjahres zu finden scheint!
Meine Vorbereitung war durch die Aufstellung der gegnerischen Mannschaft über den Haufen geworfen worden. So musste ich improvisieren. Durch zwei kleine Ungenauigkeiten stand ich gedrückt. Da mein Gegner viel Bedenkzeit verbraucht hatte übersah er die Chance mit einem Zwischenzug seinen Vorteil zu vergrößern.
FM B. Dimitrijewski – Welke nach 25. ... Dd7-f7
Mit Dh5-h4 hätte er den Druck aufrecht erhalten können und die angestrebten Zugwiederholung Sf8-g6-f8 durch 27. Sg:h6 wiederlegen und einen Bauern gewinnen können. Eine Abwicklung, die wir beide nicht sahen. Stattdessen opferte er mit S:g7 eine Figur. Letztlich landeten wir in einer ausgeglichenen Stellung, wo für beide Seiten nichts mehr zu holen war. 2 : 1
Inzwischen hatte Moritz einen wichtigen Bauern eingestellt und konnte seine Partie leider nicht halten. 2 : 2
Patrick konnte gegen seinen erfahrenen Gegner den Ausgleich halten. Irgendwann einigten sich beide respektvoll. 2 ½ : 2 ½
Alles schien machbar. Denn insbesondere die Stellung von Hendrik sah gut aus.
Er entschied sich für eine asymetrische Abwicklung und gab zwei Figuren gegen Turm plus Bauer. Es sah optisch gut aus. Besser als es des „Siliziumkopf“ einschätzt. Doch solide genug um mitzuspielen. Leider übersah unser Mann einen Doppelangriff (Mattdrohung und Turmgewinn). Das kostete entscheidendes Holz. Auch wenn er noch eine zeitlang weiter kämpfte, war die Partie entschieden. Gegen uns. 2 ½ : 3 ½
Klee hatte sich für eine Nebenvariante im Benoni entschieden.
Die Stellung war lange okay. Bis irgendwann einer seiner Bauer „umfiel“. Dann ging es schnell und der Wettkampf war gegen uns entschieden. 2 ½ : 4 ½
Doch Paul kämpfte unverdrossen weiter. Lange hatte er einen Minusbauern (bei ungleichfarbigen Läufern). Die Niederlage war nah. Im Übergang ins Endspiel gab sein Gegner unnötigerweise eine Figur um die Freibauern ins Laufen zu bringen. Dies eröffnete Raum für Gegenspiel von Paul.
Das nutzte er um selber in Vorteil zu gelangen. Doch das Turmendspiel (jetzt mit Mehrbauer) war nur Remis. 3 : 5
Der Schlusspunkt einer spannenden Partie mit gutem Ausgang für uns. Zumal es auf jeden Brettpunkt ankommen kann.
Da die hinter uns platzierten Teams ebenfalls knapp verloren haben sind wir weiterhin auf dem achten Rang. Ein spannender Endspurt um den Klassenerhalt steht an!
Wichtig ist nur, daß wir irgendwann mal wieder einen Mannschaftserfolg feiern können.
So blieb es beim „Trostbier“.