BMM 2025/ 26 – Landesliga 4. Runde am 14.12.2025

  • 15 December 2025
  • Klaus Welke

Die Landesliga in Berlin ist seit der überregionalen Ligareform vor zwei Jahren ein attraktives Spielfeld geworden: Regional und stark!

Nach dem Klassenerhalt im Vorjahr hatten wir uns durch zwei Zugänge leicht verstärkt und hoffen auf einen Ligaverbleib. Doch auch die Mitkonkurrenten haben zugelegt.

So haben wir in der Auftaktdoppelrunde Ende September gegen zwei der Kandidaten um den Meistertitel verloren. Gegen SSV Rotation deutlich. Gegen Zehlendorf unglücklich – da es zwischenzeitlich sogar sehr gut für uns aussah. Nach der deutlichen Niederlage gegen die SFr 4 in der dritten Runde zieren wir das Tabellenende der Landesliga. Ein schlechter Start, den es wiedergutzumachen galt.

In der letzten Runde des Jahres ging es gegen TSG. Ein Verein, mit dem wir schon seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden sind. TSG – viele Jahre überregional unterwegs- war im letzten Jahr nur knapp dem Abstieg entronnen. Angesichts der Mischung von spielstarken erfahrenen Kämpfern und eine Reihe von Talenten in ihren Reihen waren diese leicht favorisiert. Zumal wir zwei Stammspieler zu ersetzen hatten.

Ich durfte gegen Matzel, einen langjährigen Schachfreund antreten, mit dem ich über die letzten vierzig Jahre schon so manchen Moment teilen durfte.

Nach wenigen Zügen „besiegelten wir den Frieden“ und erinnerten uns an die guten, gemeinsamen Zeiten.

An den anderen Brettern wurde hart gerungen. Es war allen klar, insbesondere unsere beiden Nachwuchstalente an den hinteren Brettern würden es schwer haben.

Patrick bekam ebenfalls ein frühes Remisgebot. Als Anziehender lehnte er korrekt ab. Doch wenige Züge später war der Anzugsvorteil verflogen und er akzeptierte den Friedensschluß.

Im letzten Jahr war Julian mit einer überragenden Performance DER Garant für unseren Klassenhalt. Daran hat er in diesem Jahr -trotz etlicher guter Chancen- bisher leider nicht anknüpfen können. Auch in dieser Runde stand er als Nachziehender gegen seinen erfahrenen Konkurrenten, der etliche Jahre in der 2. Bundesliga und Oberliga am Spitzenbrett sich erfolgreich behaupten konnte, ausgangs der Eröffnung verheißungsvoll. Doch eine Reihe von zweitbesten Zügen unseres Mannes führten dieses Mal zielstrebig bergab. Hier der kritische Moment:

 FM Rosenthal – Nöldner nach 17. f:e4

Mit dem Tausch im Zentrum und folgendem c5 könnte Schwarz bei leichtem Positionsvorteil gut mitspielen. Leider „fand“ Julian Dh4 und seine Dame ging auf Bauernraub. Eine fatale Idee, da die Dame so angreifbar wurde und ins Kreuzfeuer geriet. Wenige Züge später sicherte sich sein Gegner den vollen Punkt. Schade.

 Ralf gegen eines der TSG Talente

Ralf zeigte Flagge und kämpfte. Doch sein talentierter Gegner rang ihn langsam nieder. Starke Leistung, die man akzeptieren muss.

Paul hatte an Brett 7 bei seinem Debut in der Ersten -nach durchaus guter Eröffnung- im Mittelspiel keinen eigenen Plan gefunden. Sein Gegner baute zunehmend Druck auf. Nach einer Ungenauigkeit schlug es ein und seine Stellung brach schnell zusammen. So lagen wir bereits mit 1:4 hinten und die Niederlage zeichnete sich ab.

Am Besten von uns stand Hendrik. In unklarer Stellung kam er offensichtlich besser zurecht. Sein Gegner verbrauchte sehr viel Zeit.

 Hendrik holt den Ehrenpunkt für uns

Im 33. Zug überschritt dieser dann die Bedenkzeit. Ein Sieg in positionell für uns nur leicht besserer Stellung. Etwas glücklich – aber nicht unverdient.

Beim Zwischenstand von 2 : 4 versuchte Jens-Uwe mit seiner ausgeglichenen Stellung irgendwie eine Gewinnchance zu kreieren.

Das ging leider komplett schief. Er verlor im Mannschaftssinne sogar. So war die Mannschaftsniederlage endgültig besiegelt.

Am letzten Brett „feierte“ Moritz sein Debut in der ersten Mannschaft und der Landesliga. Gegen seinen erfahrenen, spielstarken Gegner hatte er einen schweren Stand.

Nach dem er zwischenzeitlich kurz auf Verlust stand konnte er sich im Endspiel nach über 60 Zügen einen halben Punkt erkämpfen. Eine super Leistung!

Insgesamt geht der Sieg von TSG in Ordnung. Auch wenn wir durchaus Chancen auf ein besseres Ergebnis hatten, waren diese an dem Tag etwas besser.

Die Chance auf den Klassenerhalt ist weiterhin da. Auf dem Weg dahin müssen wir aber endlich mal punkten!  

Erster Kandidat für den Titel des Berliner Landesmeisters ist SSV Rotation. Zwei der direkten Mitkonkurrenten auf dem Weg in die Oberliga haben sie bereits geschlagen. Selbst das Ligaorakel hat da wenig Zweifel.

Noch sind fünf Runden zu spielen. Die Moral der Truppe stimmt. Das war auf dem abschließenden Zusammensein zu spüren!

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